Die SORG - Öfen
Wir verfügen über die Erfahrung und das Wissen, Wannenkonzepte für den individuellen Gebrauch anzubieten, und wir beraten Sie gerne bei der Auswahl des für Ihre Bedürfnisse am besten geeigneten Wannentyps. Wir können konventionelle, vollelektrische oder Oxy-Fuel Wannen anbieten, und jede dieser Wannen kann durch eine Reihe zusätzlicher Systeme, wie z. B. Bubbler, Booster u.s.w., ergänzt werden.
Regenerative Wannen
Die meisten Glasschmelzwannen besitzen konventionelle Öl- oder Gasheizungen mit regenerativer Wärmerückgewinnung aus den Abgasen. Solche Wannen können entweder end- oder aber seitenbeheizt sein.
Heutzutage sind die meisten SORG-Wannen dieses Typs endbeheizt. Sie sind sehr flexibel, und wir haben kleine Wannen mit einer Schmelzfläche von weniger als 15 m² gebaut, während die größten bisher gebauten SORG-Wannen dieses Typs Schmelzflächen von mehr als 150 m² aufweisen und bis zu 450 Tonnen Glas pro Tag produzieren.
Seitenbeheizte Wannen kommen im Allgemeinen bei höheren Tonnagen, die mit endbeheizten Wannen noch nicht erreicht werden können, zum Einsatz. Typischerweise werden diese Wannen für die Herstellung von Floatglas verwendet, aber auch die größten Behälterglaswannen arbeiten nach diesem Prinzip.
Rekuperative Wannen
Wir wenden die rekuperative Wärmerückgewinnung bei verschiedenen Wannentypen an.
Die kleinsten Wannen (< 35t/24h) sind oft endbeheizt und benutzen einen Spaltrekuperator. Solche Wannen werden z. B. für die Produktion von Haushaltsglas in kleinen Mengen oder von Fasern für Isolierwolle (C-Glas) verwendet.
Manchmal werden Öfen als modifizierte Unit Melter gebaut, d.h. lang und schmal, mit Brennern entlang der Seitenwände. In größeren Öfen werden Rohrkorbrekuperatoren eingesetzt, welche eine höhere Luftvorwärmung ermöglichen als Spaltrekuperatoren. Diese Öfen dienen fast immer der Herstellung von Behälterglas, obwohl wir kürzlich zwei derartige Anlagen zum Schmelzen von Basalt zur Herstellung von Steinwolle gebaut haben.
Oxy-Fuel Melter
Mit diesem Wannentyp haben wir weitreichende Erfahrungen. Die erste SORG Anlage wurde 1996 installiert, und wir haben diese Technologie für zahlreiche Anwendungen eingesetzt, von einer kleinen 12-Tonnen-Wanne, die keramische Fritte schmilzt, bis hin zu einer 400-Tonnen-Wanne zur Produktion von Behälterglas.
Andere Gläser, die momentan in SORG Oxy-Fuel-Wannen geschmolzen werden, sind z. B. Pyrex® Hartborosilikatglas und E-Glas für Textilfasern.
Vollelektrische Wannen
Niedrige Emissionswerte und die relativ einfache Handhabung der geringen Abgasmengen machen das vollelektrische Schmelzen zu einer attraktiven Lösung für eine Reihe von Sondergläsern. Allerdings wird wegen der normalerweise hohen Kosten für Strom als primäre Energiequelle der Einsatz dieses Wannentyps zur Herstellung von Behälterglas unwirtschaftlich.
Die SORG VSM® vollelektrische Wanne ist mit den patentierten Topelektroden und dem Drehdecken-Gemengebeschickungssystem ausgestattet.
Wir haben mehr als 85 vollelektrische Wannen mit einer Leistung von 2,5 bis 200 Tonnen pro Tag gebaut.
Sonderöfen
Einer der bemerkenswertesten Aspekte unserer Arbeit in den letzten 30 Jahren war die Entwicklung völlig neuer Ofenkonzepte für besondere Anwendungen.
Der LoNOx® Melter
Hier handelt es sich um eine Wanne zur Herstellung von Behälterglas, die eine NOx Emission von weniger als 500 mg/ Nm³ Abgas erreichen kann. Die erste derartige Wanne wurde 1987 in Betrieb genommen, und die dritte Generation dieses Wannentyps läuft bereits. Die größte Anlage produziert 380t/24h Grünglas für Behälter.
Der FlexMelter®
Das FlexMelter® Konzept wurde ursprünglich für den diskontinuierlichen Betrieb ohne Verschlechterung der Glasqualität nach einem Neustart der Produktion entwickelt. Eines der Hauptmerkmale des FlexMelter® ist die Läuterbank, wo das Glas durch einen Bereich mit geringerer Glasbadtiefe läuft, um den Läuterungsprozess zu unterstützen.
Ofen zum Schmelzen von radioaktivem Abfall
SORG hat zusammen mit dem führenden deutschen Forschungsinstitut in Karlsruhe eine Anlage zum Schmelzen von mittelradioaktivem Abfall entwickelt. Eine „heiße“ (d.h. radioaktive) Anlage wurde in Belgien zur Aufbereitung von Abfall aus Europa in Betrieb genommen, die nächste Anlage wird in China stehen.